Networking
Größe und Marktmacht allein sind heute keine Garanten
mehr für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.
Ein ausgeprägtes Anpassungsvermögen an veränderte
nicht kalkulierbare Umweltbedingungen ist eine zwingende Voraussetzung,
um in dynamischen Märkten erfolgreich große Geschäfte
zu machen.
Moderne Unternehmen leben mit und durch ihre internen und externen
Beziehungen. Sie sind „komplexe Systeme in einer komplexen
Umgebung komplexer Systeme”. Bildung und Qualifikation,
Innovation und Technologie sowie neue Formen strategischer Partnerschaften
und vor allem formelle und informelle Beziehungsgeflechte sind
Schlüsselfaktoren, von denen ihre wirtschaftliche und soziale
Zukunft abhängt.
Erklärtes Ziel von Netzwerken im Unternehmensumfeld ist
es, Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln, um Leistungen
zu erbringen und Ziele zu erreichen, die jeder einzelne Netzwerkpartner
für sich alleine nicht erbringen bzw. nicht erreichen könnte.
Bei Unternehmensnetzen geht es darum, die betrieblichen Leistungs-,
Wertschöpfungs- und Informationsketten über die Grenzen
der eigenen Organisation hinaus zu verlängern. Im Vordergrund
stehen nicht die Rechtsform oder die territoriale bzw. organisatorische
Grenzen eines Unternehmens, sondern die spezifische Aufgabe,
das Projekt, das erfolgreich zu bewältigen ist.
Dies stellt besondere Anforderungen an die Konzeption, das
Zielsystem und die Umsetzungs-Philosophie von Beziehungsgeflechten
mit Win-Win-Situationen und damit letztlich an das Wissens-
und Wertemanagement sowie an die Kultur eines Unternehmens.
|
Aktiv handeln
„Networking“, das heißt,
das Denken und Handeln in Netzwerkstrukturen und Beziehungsgeflechten
ist keine Erfindung der aufkommenden Informations- und Wissensgesellschaft,
sondern war schon immer ein probates Erfolgsrezept. Das professionelle
Knüpfen von Kontakten auf persönlicher Basis gibt
es, seitdem Geschäfte gemacht werden.
Persönlichen Netzwerke sind eine notwendige und hinreichende
Voraussetzung dafür, dass projektbezogene Arbeits- und
Organisationsformen sich zu effizienten und somit Erfolg versprechenden
Geschäftsmodellen der Zukunft entwickeln.
Die Interdependenz und Interaktivität zwischen unternehmerischem
und privaten Denken und Handeln in Netzwerken ist ebenso stark
wie allgegenwärtig. Mittelfristig können beide in
der Tat nur bestehen, wenn geschäfts- und personenadäquate
Schnittstellen den Leistungs-, Wertschöpfungs- und vor
allem den Informationsfluss über das gesamte Beziehungsgeflecht
hinweg sowie netzübergreifend zwischen unterschiedlichen
Netzstrukturen „organisieren“ und regeln.
|